Projekte 2016


Wo wir nicht handeln, handeln andere!


„Alle reden über Flüchtlinge – Aber was ist das eigentlich?“
Themenfeld: Pädagogisch begleitete Aufklärungsarbeit zur Förderung

– Informationsdefizite abbauen / Selbstreflexion
– Verständnis für Flüchtlingsmigration herzustellen
– Empathie für Asylbewerber fördern
– Entwicklung von Ablehnung und Fremdenfeindlichkeit
entgegenwirken
– Aufbau von Vereinbarungen für ein Miteinander
Somit kann die Integration von den (momentan) 30 Flüchtlingskindern in der Schule
gefördert werden.
Beschreibung 1. Gemeinsamer Einstieg: Annäherung an die Thematik durch Gegenstände – Was kann dieser Gegenstand mit
Flüchtlingen zu tun haben?
Herstellen des Bezugs der Schülerinnen und Schüler zur
Thematik durch eine Aufstellungsübung / ggf. Diskussion
gesellschaftlicher Vorurteile gegenüber Flüchtlingen
2. Stationsbetrieb
2.1. Station: Theoretischer Input / Gründe für Flucht –
Ablauf Asylverfahren als kindgerecht erklärten Kurzfilm.
Danach Reflexion (Probleme/
Herausforderungen/Chancen) und Asyl- Domino
legen und überlegen wie die Geschichte weiter gehen
kann. Workshopleiter übernimmt beratende Funktion
2.2. Perspektivwechsel: Die Schülerinnen und Schüler
versetzen sich in die Situation von Flüchtlingen. Was
würde ich mir wünschen? Was bräuchte ich?
2.3.Menschenrechte / Film / Wir fertigen Rechte für
Schüler unserer Schule an
2.4. Quiz / Aufklärungsarbeit
3.Vereinbarung für ein Mite

Projektzeitraum: 25.01.2016 – 29.02.2016
Fördersumme: € 500


Interkulturelle Dialoge für das Theaterprojekt Stufen der Öffnung
Themenfeld:

Es geht darum eine Gruppe zu bilden zwischen syr. Geflüchteten und Deutschen (Frauen und
Männer) in denen eine offene Dialogskultur entwickelt werden kann.Wir bilden eine Gruppe mit je 3 syrischen/deutschen Männern
und je 3 syrischen/deutschen
Frauen, die sich regelmäßig einmal die Woche für 4 Stunden und an einem Wochenende für
die interkulturellen Dialoge trifft. Die Teilnehmer kommen in einem Kreis zusammen.
Der erste Schritt in die Mitte, die auch später unsere Bühne sein wird, ist auch ein Schritt in
die Begegnung, in das Wahrgenommen werden. Und in das wahrnehmen dessen was in
einem selbst in der ersten Begegnung vor sich geht. Es geht nicht darum das zu ändern, sondern wahrzunehmen was
ist. Neugierig darauf zu sein, es anzunehmen und von da aus zu den Anderen zu sprechen:
Was sind die Fragen die in jedem der Anwesenden gegenüber der anderen Kultur brennen?
Und was sind die Antworten? Wie können wir uns gegenseitig aufklären und Orientierung
geben wenn diese unterschiedlichen Welten aufeinander treffen?
Hierbei handelt es sich ume eine Anschubfinanzierung für das Theaterprojekt. Später folgen auch öffentliche Auftritte der Gruppe.

Projektzeitraum: 01.03.2016 – 31.03.2016
Fördersumme: € 5000


Aktionstag der Freiwilligen Feuerwehr Kuhlowitz/Preußnitz e.V.
Themenfeld: Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen und Asylbewerbern

Es geht darum eine Gruppe zu bilden zwischen syr. Geflüchteten und Deutschen (Frauen und
Männer) in denen eine offene Dialogskultur entwickelt werden kann.Wir bilden eine Gruppe mit je 3 syrischen/deutschen Männern
und je 3 syrischen/deutschen
Frauen, die sich regelmäßig einmal die Woche für 4 Stunden und an einem Wochenende für
die interkulturellen Dialoge trifft. Die Teilnehmer kommen in einem Kreis zusammen.
Der erste Schritt in die Mitte, die auch später unsere Bühne sein wird, ist auch ein Schritt in
die Begegnung, in das Wahrgenommen werden. Und in das wahrnehmen dessen was in
einem selbst in der ersten Begegnung vor sich geht. Es geht nicht darum das zu ändern, sondern wahrzunehmen was
ist. Neugierig darauf zu sein, es anzunehmen und von da aus zu den Anderen zu sprechen:
Was sind die Fragen die in jedem der Anwesenden gegenüber der anderen Kultur brennen?
Und was sind die Antworten? Wie können wir uns gegenseitig aufklären und Orientierung
geben wenn diese unterschiedlichen Welten aufeinander treffen?
Hierbei handelt es sich ume eine Anschubfinanzierung für das Theaterprojekt. Später folgen auch öffentliche Auftritte der Gruppe.

Projektzeitraum: 01.05.2016 – 30.10.2016
Fördersumme: € 500


Streitschlichterausbildung unter Berücksichtigung der neuen Schulhofsituation (Flüchtlingskinder)
Themenfeld:

Es werden Schüler ausgewählt die gezielt zu sog. Peacemakern ausgebildet werden. Diese sollen in Streitsituationen, insbesondere
jene zwischen deutschen Kindern und Flüchtlingskindern, schlichten, die auf dem Pausenhof gehäuft vorkommen. Die Ausgewählten
Schüler*innen nehemen an mehreren Tagen eine intensive Streitschlichterausbildung war. Mit dabei sind auch Kinder aus den
Willkommensklassen. Es geht dabei nicht nur um die nachhaltige Verbesserung des Schulklimas sondern auch um die Integration der
Schüler*innen mit Fluchthintergrund die derzeit in den Willkommensklassen sind. Dieses Projekt baut abei auf ein früheres Projekt
(A0088-037) auf und führt es ergebnisorientiert weiter.

Projektzeitraum: 25.01.2016 – 29.02.2016
Fördersumme: € 500


Integration und Teilhabe in Schmerwitz-Wiesenburg
Themenfeld: Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen und Asylbewerbern

Im Wiesenburger Ortsteil Schmerwitz wurden 2015 auf Initiative des Antragstellers 7
syrische Flüchtlingsfamilien (36 Personen) in Wohnungen untergebracht. Nachdem die
Aufnahme dank unserer Willkommensinitiative gut gemeistert wurde, geht es nun um
ein Gelingen der Integration. Wie können wir die größere gewordene Vielfalt positiv
nutzen, um Impulse zu setzen für die partizipative Gestaltung des Gemeinwesens und
des Zusammenlebens?
1. Durch unser Projekt werden das Dorf Schmerwitz und die Gemeinde Wiesenburg
zum Erfolgsmodell für gelingendes Zusammenleben Alteingesessener, Zugezogener
und als Flüchtlinge aufgenommener Bewohner/innen.
2. Die zahlreichen am Projekt und seinen Teilinitiativen Beteiligten (Alteingesessene,
Zugezogene, Geflüchtete) erleben starke kollektive Selbstwirksamkeit durch das
gemeinsame Gestalten ihres Lebensumfeldes; das Projekt wird damit zum Beispiel
lebendiger lokaler Selbstorganisation und Demokratie.

Projektzeitraum: 01.03.2016 – 31.08.2016
Fördersumme: € 5000


Kreative Zeit für Kinder
Themenfeld: Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen und Asylbewerbern

Insgesamt leben derzeit ca.100 Kinder vom Kindergarten bis ins Schulalter in der Brücker Unterkunft. Bis jetzt wird 1 x
wöchentlich ein Kreativnachmittag für Kinder, während des Deutschkurses für Frauen angeboten. Die Mütter können in Ruhe lernen
und die Kinder haben währenddessen die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Spiel- und Bastelmaterialien zu beschäftigen, dabei
ruhig und konzentriert zu arbeiten und dem Alltag zu entfliehen. Die Kinder kommen für einige Stunden aus ihrer, nicht leichten
Situation, in ihrem derzeitigen zu Hause heraus. Sie können für einige Stunden einfach nur Kind sein und nicht an ihre Traumata
denken. Die wöchentlichen Kreativnachmittage sind themenbezogen. Unsere einheimische Natur wird
erforscht und kennengelernt, indem wir mit Naturmaterialien basteln, themenbezogene Lieder
werden gesungen und spielerisch Reime erlernt.
Zu den verschiedenen, bei uns gefeierten traditionellen Festen und jahreszeitlichen Abläufen
bemalen die Kinder z.B. Ostereier, backen Plätzchen, verkleiden sich, wenn Fasching ist usw.
Den Kindern werden Dinge und Zusammenhänge mit einfachen Worten erklärt. Durch die
Kontinuität entwickeln die Kinder Vertrauen zu uns, und dadurch in ihre neue Heimat.

Projektzeitraum: 07.03.2016 – 31.12.2016
Fördersumme: € 5295


Die Schuldruckerei: Comic als grafische Erzählform
Themenfeld: Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen und Asylbewerbern

In der Schuldruckerei wird das Thema Flüchtlinge ( Flucht-neue Heimat) thematisiert. Für das neue Thema in der Schuldruckerei
werden deutsche Kind/Jugendliche und die Kinder/ Jugendlichen von unseren neuen
Nachbarn angesprochen. Wir werden
gemeinsam über das Thema Flüchtllinge sprechen, Tagesthemen aus der Zeitung verfolgen um einen
Überblick zu bekommen. Die Ideen werden gesammelt. Daraus werden die Kinder und Jugendlichen ihre
Geschichten gemeinsam entwickeln. Eigene Bilder werden skizziert und anschließend in eine Druckform
(in Styroporplatte oder als Linolschnitt) gebracht. Eine andere Variante ist die Ideen in eine Zeichnung zu
verwandeln. Anschießend können die Bilder mit einem handschriftlichen Text oder mit Lettern gesetzten
Text kombiniert werden. es werden mehrere Comics entstehen u.a. eins für den LAP.

Projektzeitraum: 01.03.2016 – 31.07.2016
Fördersumme: € 3100


„Wir gehören zur Feuerwehr – wir gehören zum Dorf!“
Themenfeld: Stärkung von Ehrenamt in strukturschwachen Regionen

Die freiwillige Jugendfeuerwehr Reetz gibt es seit 50 Jahren und arbeitet erfolgreich
mit Kindern und Jugendlichen aus dem Dorf und ist längst über den eigentlichen
Zweck – Heranbildung von Feuerwehrleuten – hinaus zu einer sozialen
Begegnungsstätte geworden: „Das Wir gewinnt“ – nur durch eingeübtes Miteinander
kann die gemeinsame Aufgabe bewältigt werden, zunächst spielerisch in
Wettkämpfen, später bei realen Hilfs- und Rettungseinsätzen.
Gegenwärtig werden der Brandschutz und die technische Hilfeleistung von 22
aktiven Feuerwehrmännern und –frauen gesichert, die hoffentlich in der Zukunft
weiterhin für die Absolvierung der Einsätze sorgen werden. Denn zwischen den
erwachsenen Feuerwehrleuten und den Kindern klafft eine Nachwuchslücke, durch
die fraglich ist, ob die zuverlässige Einsatzbetreuung auch in Zukunft gesichert ist.
Daher wird von der Reetzer Feuerwehr alles getan, um den Nachwuchs zu fördern
und zu halten. In diesem Jahr feiern wir unser 95jähriges Bestehen und möchte
dabei auf die 50 Jahre Jugendfeuerwehr aufmerksam machen dazu sollen die 23 Kinder mit T-Shirts mit Feuerwehremblem
ausgestattet die am 9. Oktober, dem Tag der offenen Tür, überreicht werden.

Projektzeitraum: 01.04.2016 – 30.11.2016
Fördersumme: € 560


„Trenner und Tröster“ (Konflikte bearbeiten)
Themenfeld: Konfliktlösungskompetenz, Streitschlichtung

Die Schüler der Klasse arbeiten in drei Projekttagen mit einer Sozialpädagogion sowie Eltern udn Lehrern an ihrer Kooperations- und
Teamfähigkeit. Sowie an ihrer Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeit und Konfliktbearbeitung. Nach dem Projekt sind sie in der
Lage, sich für ein gemeinsames Ziel zu engagieren: – Absprachen einhalten; – Kompromisse aushandeln; – Mehrheitsentscheidungen
akzeptieren; – Hilfe anbieten und annehmen; – mit anderen Kontakt aufnehmen; – konstruktiv Feedback geben und nehmen; – verbale
und nonverbale Kommunikation wahrnehmen und deuten; – Gefühle, die eigenen und die der anderen wahrnehmen; – aktiv zuhören,
Gefühle spiegeln; – allparteilich sein; – die fünf Schritte der Konfliktbearbeitung erlernen.1. Was ist passiert?; 2. Welche Gefühle sind
im Raum?; 3. Welche Wünsche haben die Konfliktparteien?; 4. Welche Bereitschaft gibt es, die Wünsche des anderen zu erfüllen?
und 5. Willst du dich wieder vertragen?

Projektzeitraum: 01.06.2016 – 30.06.2016
Fördersumme: € 900


Zirkus Kunterbunt
Themenfeld: Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen und Asylbewerbern

Wir laden gezielt Familien aus den Einrichtungen für Geflüchtete zum Zirkus Kunterbunt sein und nutzen die Kontakte zu
ehrenamtlichen Paten von Flüchtlingskindern, um einen niedrigschwelligen Zugang zum Angebot zu ermöglichen. Ziel ist es einerseits
die Begegnung zwischen deutschen und geflüchteten Kindern zu ermöglichen. Durch Kennenlernspiele und das Aufgreifen der
unterschiedlichen Herkunftsländer erwerben die Kinder Kenntnisse über andere Länder. Ihre Neugier soll geweckt werden.
Andererseits kommen alle teilnehmenden Kinder unabhängig von ihrer Herkunft in den Genuss eines zirkuspädagogischen
Angebotes. Unter Anleitung von zwei Zirkuspädagogen erlernen die Teilnehmer/innen verschiedene Formen der Artistik und
Kunststücke (z.B. Jonglieren mit Tüchern, Bällen, Keulen; Diabolo spielen; Seillaufen; Poi schwingen; Gleichgewichtsübungen mit
Rola Bolas; Einrad fahren; auf der Kugel laufen). Das Selbstbewusstsein der Kinder wird durch die neuen Fertigkeiten und die positive
Lernerfahrung gestärkt.Des Weiteren wird das gemeinsame Erleben und Bewältigen von Herausforderungen in der Gruppe in den
Mittelpunkt gesetzt. Zirkuspädagogik eignet sich für die spielerische und interessenbezogene Umsetzung in besonderer Weise.

Projektzeitraum: 01.07.2016 – 15.09.2016
Fördersumme: € 3160


Zeltlager der Jugendfeuerwehr
Themenfeld: Demokratiestärkung

Unter dem Motto „Mach mit bei der Feuerwehr!“ möchte die Stadt Bad Belzig auch in
diesem Jahr wieder besonders Kinder und Jugendliche ansprechen, an einem Zeltlager
teilzunehmen, um die Feuerwehr kennen zu lernen. In den 14 Ortsteilen der Stadt Bad
Belzig gibt es bislang nicht in jeder Ortsfeuerwehr eine Jugendfeuerwehr.
Es soll über die Möglichkeit der Teilnahme an diesem Zeltlager versucht werden, mehr
Kinder und Jugendliche für Feuerwehr zu begeistern. Mit dem Zeltlager möchten wir die
Möglichkeit nutzen über die Jugendarbeit in den Jugendfeuerwehren zu informieren.
Insbesondere soll aber über die gemeinsame Freizeitaktivität mit Spiel, Spaß und
Freude die Kameradschaft in der Feuerwehr gepflegt werden.
Die freiwillige Feuerwehr ist ein wichtiger Bestandteil der Zivilgesellschaft im ländlichen
Raum. Durch sie werden Jugendliche an das ehrenamtliche Engagement herangeführt,
was dann auch positiv auf andere Bereiche in der Gesellschaft wirkt. Die
Kameradschaft in der Feuerwehr zwischen den Kindern und Jugendlichen vermittelt
Respekt, Gleichberechtigung, Wertschätzung und Vertrauen untereinander und fördert
so Solidarität in der Geminschaft und Teilhabe aller.

Projektzeitraum: 01.06.2016 – 31.07.2016
Fördersumme: € 5200


Pfingstfest im Übergangswohnheim Brück
Themenfeld: Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen und Asylbewerbern

Bei diesem Projekt handelt es sich um einen deutschen Brauch, welcher den Flüchtlingen näher gebracht werden soll. Es gibt die
Tradition, einen Mai- bzw. Pfingstbaum aufzustellen, welche mit einem gemütlichen Miteinander und Beisammensein verbunden wird.
Es dient zum einen dem Kennenlernen deutscher Riten und es soll zum anderen das Miteinander von Flüchtlingen und deutschen
Bürgern stärken. Die Kinder haben die Möglichkeit, den Baum zu schmücken, indem sie z.B. bunte Bänder anbringen oder Wünsche
auf kleine Zettel schreiben und diese am Baum befestigen. Dieser bunt geschmückte Baum wird dann gemeinschaftlich von den
männlichen Bewohnern aufgerichtet. Nach dem traditionellen Aufstellen soll das Gemeinschaftsgefühl zwischen den Bewohnern des
Übergangswohnheims und der Bewohnern der Gemeinde Brück durch Musik, Tanz und Gespräche vertieft werden. Während des
Festes haben die Gäste die Möglichkeit, zu basteln und zu tanzen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass gerade durch das
ungezwungene Miteinander Barrieren abgebaut werden und Freundschaften entstehen können. So wollen wir interkulturelle Brücken
schaffen, um respektvollen Umgang und gegenseitige Toleranz zu fördern. Die geplante Teilnehmerzahl wird 400 Personen betragen.

Projektzeitraum: 01.05.2016 – 31.05.2016
Fördersumme: € 500


Deutscher Kolonialismus in Kamerun – Eine Spurensuche
Themenfeld: Aufklärung über Kolonialismus und damit einhergehend Rassismusprävention

Nicht nur durch die gerechtfertigten Forderungen der Herero und Nama in
Namibia hat sich das Thema Kolonialismus von einer Randnotiz mehr in das
Zentrum der deutsch-historischen Debatte bewegt. Auch wir möchten mit diesem
Projekt unseren Teil im postkolonialen Diskurs beisteuern. Mit der Ausstellung
soll als Teil politischer Bildungsarbeit die Aufmerksamkeit von interessierten Bad
Belziger Bürgern und Schüler_innen auf die Aufarbeitung der deutschen
Kolonialzeit in Kamerun gelenkt werden. Im Sommer 2016 wird der Bürgermeister von Kribi 2 erneut die Stadt Bad Belzig
besuchen. Auch werden in diesem Sommer zum zweiten Mal Jugendliche aus
Bad Belzig für einen Jugendaustausch nach Kamerun reisen. Die Ausstellung soll
begleitend zum Besuch des Bürgermeisters stattfinden und der historischen
Vorbereitung für die Jugendlichen des Austauschprogramms dienen. Wir hoffen
auch, durch diese Ausstellung ein kritisches Bewusstsein für die gemeinsame Vergangenheit von Deutschland und Kamerun
hervorrufen. Gleichzeitig wird das allgemeine Interesse an dem Land Kamerun mit Blick auf
eine mögliche Städtepartnerschaft zw. Bad Belzig und Kiribi gestärkt.

Projektzeitraum: 25.05.2016 – 01.10.2016
Fördersumme: € 1400


Plakatepool gegen Aufmärsche Rechtsextremer in unserem Fördergebiet
Themenfeld: Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen

In der Vergangenheit kam es vermehrt zu Aufmärschen rechtsextremer in Brück und Bad Belzig. Auch aus anderen Kommunen des
Hohen Flämings wurde über Aktivitäten berichtet. Oft wurden diese Aufmärsche nur zwei Tage vorm Veranstaltungsbeginn bekannt,
da die Rechtsextremen diese sehr kurzfristig anmelden. Hier ist schnelles Reagieren gefragt. Oft kann innerhalb von zwei Tagen keine
Gegenveranstaltung organisiert werden so dass nur das Setzen eines „stummen Zeichens“ bleibt und die Laternen in den Kommunen
mit widerstandsfähigen Hohlkammerplakaten plakatieren. Insbesondere in Brück konnte durch ähnliche Zeichen in der Vergangenheit
ein wirksames Zeichen gesetzt werden auch dann noch wenn es keine großen Gegenveranstaltungen gab. Die Plakate sollen mit
Störern ausgestattet werden die u.a. auch auf Veranstaltungen hinweisen können. Sollte z.B. ein Bürgerfest oder eine andere
Gegenveranstaltung parallel zum Naziaufmarsch organisiert werden, können die Plakate als Werbefläche dazu genutzt werden. Das
Motiv Storch Heinar ist besonders unter Jugendlichen sehr bekannt und beliebt. Die Plakate sollen in einem zentralen Aktionstag mit
Jugendlichen geklebt werden.

Projektzeitraum: 23.05.2016 – 31.12.2016
Fördersumme: € 500


Kleines Sommerfest mit Ausländischen Mitbürgern
Themenfeld: Rechtsextreme Orientierungen und Handlungen

Das Sommerfest ist eine direkte Reaktion auf den Übergriff auf eine schwangere somalische Frau im November 2015 durch Schüler
der Krause-Tschetschog-Oberschule. Es dient dem besseren Kennenlernen zwischen Schüler*innen der Krause-Tschetschog-
Oberschule Bad Belzig un den, im Übergangswohnheim lebenden, Flüchtlingen. Es finden Gesprächsrunden, diverse Sport- und
Sprachspiele sowie Musik und Tanz statt. Alle Teilnehmer*innen können die angebotenen landestypische Köstlichkeiten probieren.
Die Veranstaltung wird pädagogisch begleitet. Kooperationspartner hierfür ist das Info Café Bad Belzig.

Projektzeitraum: 01.05.2016 – 30.06.2016
Fördersumme: € 400


Medienworkshop zum Thema Kinderrechte im Hort der Grundschule
Demokratiestärkung im ländlichen Raum

Im Rahmen eines Ferienangebotes im Hort Dippmannsdorf wollen wir mit Hilfe von zwei verschiedenen Medien das Thema
Kinderrechte mit den Ferienkindern erarbeiten. Gleichzeitig wollen wir Medienkompetenz und erste Fertigkeiten im Umgang mit Ton
und Filmtechnik vermitteln.
Gleichzeitig soll die Umsetzung des Themas „Kinderrechte“ stattfinden und in den Handlungen des Films folgende Fragestellungen
aufgegriffen werden:
Welche Rechte haben Kinder?
Wo sind sie verankert/festgeschrieben?
Wie sehen die Kinderrechte in anderen Ländern aus?
Was ist mir wichtig?
Es wird dazu ein Drehbuch/Stroyboard mit den Kindern in mehreren Workshops erarbeitet, sowie gefilmt und Musik gemacht. Bis
zum Herbst 2016 erfolgt die Nachbarbeitung des Materials, so das ein richtiger Film zum Projektende vorliegt.

Projektzeitraum: 01.07.2016 – 31.10.2016
Fördersumme: € 300


Organisation und Durchführung eines Schulfest in Partizipation mit Grundschülern und ausländischen Kindern
Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen und Asylbewerbern

Das diesjährige Sommersfest dient einer Festigung der Beziehung und dem Abbau von Aggressionen (in spielerischer Art) zwischen
den Schülern der Grundschule und denen der Vorbereitungsgruppe (Migranten aus dem Wohnheim in Brück)
Es werden viele sportliche, kreative und künstlerisch-musikalische Aktivitäten stattfinden.
Ca. 150 bis 200 Personen werden erwartet.
Die Kooperationpartner sind die „Soziale Arbeit“, die Verwaltung und die Schulsozialarbeit der Stadt.

Projektzeitraum: 01.06.2016 – 31.07.2016
Fördersumme: € 480


Skatecontest im Skatepark am Stadion Wiesenburg/Mark
Jugendprojekt für den Jugendfonds

Der Scatecontest in Wiesenburg ist nach dem Bau der Skateranlage eine wichtige Institution für die
Jugendlichen geworden. Skateboarden ist mit herkömmlichen Sportarten kaum vergleichbar. Es fehlt an
Ligen oder Verbänden, so dass die Wettbewerbe von außen organisiert werden müssen. So auch in
Wiesenburg. Das Skateboarden (Skaten) hat sich im Lauf der Jahrzehnte zu einer
Sportart entwickelt mit einem reichen Repertoire an Tricks. Diese werden die jungen Leute an diesem Tag
einer Jury von RADIOSKATEBOARDS aus Berlin präsentieren, die aus bekannten Skatern besteht. Nicht
nur die Preise, sondern auch das Messen mit anderen Skatern und die Vernetzung untereinander fördert
das Miteinander und den Austausch. Die Zuschauer (meist Eltern) erhalten einen Einblick in die
Jugendkultur, den sie sonst so nicht haben und können darüber mit den Jugendlichen ins Gespräch
kommen. Skateranlagen gibt, zieht der Contest auch Jugendliche aus anderen Regionen an. Im letzten Jahr (03.10.2015),haben die
Jugendlichen den Contest in Eigeninitiative
organisiert. So wird es auch in diesem Jahr werden. Es bedarf lediglich der finanziellen Unterstützung. Die
Kinder der Grundschule nehmen auch teil und werden in ihrer Eigeninitiative angeleitet.

Projektzeitraum: 01.09.2016 – 30.11.2016
Fördersumme: € 968,40


Dialogforum “Flucht in der einen Welt“
Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen und Asylbewerbern

Ziel der Dialogveranstaltung ist es, Selbsthilfe, Selbstorganisation und Interessenvertretung
geflüchteter Menschen zu stärken. Aufbauend auf Erfahrungsberichten und der Vorstellung
von Ansprechstrukturen vor Ort können engagierte Personen, Vertreter öffentlicher
Institutionen und Geflüchtete gemeinsam Ideen für eine zukünftige Begegnung und
Zusammenarbeit entwickeln. Es wird einen Mittags- sowie einen Abendimbiss und ein
Rahmenprogramm im Anschluss an die Veranstaltung geben.

Projektzeitraum: 01.10.2016 – 31.10.2016
Fördersumme: € 450


Raum für Demokratie
Jugendbeteiligung an Schule

Freiheit und Verantwortung gehen Hand in Hand. Die freie Schule Fläming verfolgt die Etablierung von demokratischer Partizipation
aller Schüler. Demokratie, Mitbestimmung und Engagement werden von den Kindern dann als sinnhaft erlebt, wenn ihre Stimme
einen Unterschied macht, wenn sie die Erfahrung machen, dass sie Einfluss haben auf ihre Umwelt. Demokratie braucht in erster
Linie Zusammenkommen und Austausch. Ziel ist es, dass diese Art von Partizipation zu einem Selbstläufer wird, dass die Kinder
irgendwann selbständig Schulversammlungen einberufen, Themen einbringen und die Versammlungen leiten. Hier sind auch die
Eltern angesprochen, die erleben können, dass ihre Kinder Selbständigkeit und Engagement lernen und zunehmend zu
Gesprächspartnern auch im häuslichen Umfeld werden. Seit diesem Jahr steht die wöchentliche Schulversammlung im Stundenplan.
Die
ersten Schritte wurden gegangen. Jedesmal muss der größte Klassenraum freigeräumt werden. Das ist nicht praktikabel. Deshalb
haben wir als Versammlungsraum eine große gebrauchte Jurte gekauft, die aber noch leer ist. Nun braucht es Mobiliar und die
Möglichkeit, Prozesse sichtbar zu machen. Dafür wünschen wir uns ein Set von Sitzkissen und eine Anlage aus Visualizer und
Beamer.

Projektzeitraum: 01.12.2016 – 31.12.2016
Fördersumme: € 2817,95


Interkulturelles Weihnachtskochen
Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen und Asylbewerbern

Hierbei handelt es sich um eine Weihnachtsessen der Innovativgruppe Deutsch der AWO Migrationsbearatung. Gemeinsamen
werden die Geflüchteten mit den Einheimischen ein weihnachtsessen bereiten und so ihre Sprachpraxis üben sowie einheimische
Gebräuche kennen lernen sowie die ihrigen nahe bringen.

Projektzeitraum: 21.11.16 – 01.12.2016
Fördersumme: € 140


Demokratiekonferenz 2016
Es handelt sich dabei um die jährliche Demokratiekonferenz der Partnerschaft.

Die Demokratiekonferenz dient der Partnerschaft für Demokratie Hoher Fläming dazu, die Beteiligung der breiten Öffentlichkeit an der
Konzeption und an der Zielsetzung der Partnerschaft für die kommende Förderperiode sicher zu stellen und fortzuschreiben. Die
Partnerschaft ist laut Leitlinie zur Beteiligung der breiten Öffentlichkeit an der Fortschreibung der Ziele und der Konzeption
verpflichtet. Gegenstand dieses Antrages ist in erster Linie eine professionelle Konferenzdokumentation sowie die attraktive
Ausgestaltung der Demokratiekonferenz. Es sollen dazu Analysen, Ziele und Wünsche, die aus der Teilnehmerschaft der Konferenz
bezügl. des kommenden Förderjahres schriftlich aufgenommen werden und für die Antragstellung genutzt werden. Hintergrund ist,
das relativ zeitnah nach der Demokratiekonferenz der Antrag für das Jahr 2017 eingereicht werden muss und dafür jede Hilfe bei der
Formulierung benötigt wird. Außerdem soll sich die Teilnehmerschaft ernst genommen fühlen, weil die angebrachten Punkte und
Ideen verbindlich und „abhakbar“ festgeschrieben werden. Nur so kann die nötige Partizipation am Förderprogramm auch tatsächlich
gelebt wird.

Projektzeitraum: 21.11.2016 – 31.12.2016
Fördersumme: € 840